ENTWURF · Muster-Website zur Projektidee „duranand.bayern" · Schrift: Open Sans gemäß Typografie-Spezifikation v1.0 · Alle Bilder sind stilisierte Symbolbilder (Platzhalter)
duranand.bayern Miteinander · nebeneinander · duranand
Ein Projekt von dieKunstBauStelle e. V.

Duranand
im Wirtshaus

Theater ohne Bühne, mitten unter den Gästen. Zwischen Stammtisch, Ausschank und Nebenzimmer treten Figuren auf, die niemand bestellt hat — und am Ende weiß keiner mehr genau, wer Gast war und wer Stück.

Kein Publikum. Nur Beteiligte.
Die Kurzfassung

Ein ganz normaler Wirtshausabend. Fast.

Die Gäste bestellen, reden, essen. Dann steht am Nebentisch plötzlich eine Frau auf und erzählt eine Geschichte, die vor achtzig Jahren in genau diesem Raum passiert ist. Aus der Küche antwortet eine Stimme. Der Musiker am Stammtisch war nie nur Gast.

Symbolbild (Platzhalter)

Mitten im Geschehen

Keine Bühne, kein Vorhang, keine Absperrung. Gespielt wird dort, wo das Wirtshausleben stattfindet: am Tisch, an der Schank, im Flur, im Nebenzimmer.

Symbolbild (Platzhalter)

Ort trifft Geschichte

Jeder Abend wird für sein Wirtshaus recherchiert und geschrieben: Ortsgeschichte, Wirtshauschronik, Erinnerungen der Leute. Kein Abend gleicht dem anderen.

Symbolbild (Platzhalter)

Gast oder Künstler?

Wahres, Übertriebenes und Erfundenes vermischen sich. Wer aufsteht und erzählt, kann engagiert sein — oder ein echter Gast, den der Abend angesteckt hat.

Was auf den Tisch kommt

Der Spielplan steht auf dem Bierdeckel

Statt Programmheft liegt an jedem Platz ein Bierdeckel. Auf der Rückseite: eine Frage, eine Erinnerung, ein Auftrag. Wer ihn umdreht, ist Teil des Abends.

Deckel Nr. 3„Fragen Sie die Person gegenüber, was es hier 1965 zu essen gab."
Deckel Nr. 7„Wenn die Musik stoppt, erzählen Sie von Ihrem ersten Wirtshausbesuch."
Deckel Nr. 12„Eine Geschichte an diesem Tisch ist heute Abend erfunden. Finden Sie sie."

Beispieltexte, Entwurf — endgültige Deckel entstehen je Spielort mit dem Ensemble.

„Bayerische Kultur war nie eins. Sie war immer schon duranand — im Wirtshaus sieht man's am schnellsten."

Arbeitsmotiv des Projekts, Entwurf

Unterseite · Die Idee

Warum ausgerechnet das Wirtshaus?

Das Wirtshaus ist der älteste Kulturort Bayerns: Hier wurde immer schon erzählt, gestritten, gesungen, politisiert und versöhnt. Und es ist einer der wenigen Orte, an denen sich Milieus noch ungefragt begegnen.

Begegnung als Methode

„Duranand im Wirtshaus" bringt zusammen, was sich im Alltag aus dem Weg geht: Stammtisch und Zugezogene, Alteingesessene und Jugendliche, Ortschronik und Gegenwart. Die Vermischung ist nicht Nebeneffekt, sondern künstlerisches Prinzip.

Historische Ereignisse aus dem Ort, aktuelle Konflikte und frei erfundene Szenen greifen ineinander. Das Publikum muss selbst entscheiden, was dokumentarisch ist und was Erfindung — und kommt genau darüber ins Gespräch.

Die Schwelle ist so niedrig wie möglich: Man muss nichts wissen, nichts vorbereiten, nichts leisten. Man muss nur da sein, wo man ohnehin gern ist.

Symbolbild (Platzhalter): Vier Tische, ein Gespräch

Am selben Tisch: die Bäuerin, der Slammer, die Wirtin, der Neue im Ort.

Wer auftreten kann

Das Ensemble des Abends

Schauspiel & Erzählung

Professionelle Darstellerinnen und Darsteller, Erzählerinnen und Figuren aus der Ortsgeschichte — vom früheren Wirt bis zur ersten Gastarbeiterin im Dorf.

Musik & Wort

Wirtshausmusikanten, Poetry-Slammer, Gstanzlsänger. Auch das gehört duranand: die Zwiefache neben dem Slam-Text.

Stelzenfiguren

Überlebensgroße Figuren der Stelzer betreten den Raum, wo keiner sie erwartet — als Bild dafür, dass Geschichte größer ist als der Moment.

Besetzung je Spielort unterschiedlich; Mitwirkende aus dem Ort werden ausdrücklich einbezogen.

Was das Projekt nicht ist

  • Kein Dinner-Theater und keine Comedy-Einlage zum Schnitzel — die Inhalte kommen aus dem Ort, nicht aus dem Katalog.
  • Kein Belehrungsformat über Vielfalt — das Duranand passiert, es wird nicht erklärt.
  • Keine Zumutung für Gäste, die einfach nur essen wollen: Wer nicht mitspielen mag, bleibt Gast. Auch das ist erlaubt.
Unterseite · Ein Abend

Dramaturgie eines Wirtshausabends

Beispielhafter Ablauf, wie er für ein Wirtshaus in einer Kleinstadt entwickelt werden könnte. Jeder Spielort erhält seine eigene Fassung.

18:30

Einlass — nichts deutet auf etwas hin

Die Gäste kommen wie immer. Die Bedienung kennt man, die Karte auch. Nur die Bierdeckel sind heute andere.

19:10

Die erste Störung

Am Stammtisch wird eine Geschichte laut, die zu genau diesem Haus gehört — recherchiert aus der Ortschronik, erzählt von einer Schauspielerin, die bis eben Gast war.

19:40

Das Haus antwortet

Aus der Küche eine Stimme, im Flur eine Szene, im Nebenzimmer ein Lied. Die Räume des Wirtshauses werden nacheinander zu Schauplätzen.

20:15

Die Bierdeckel drehen sich

Die Gäste kommen ins Spiel: Fragen, Erinnerungen, kleine Aufträge. Aus Zuschauern werden Erzähler — freiwillig, nie vorgeführt.

21:00

Die Stelze im Türstock

Eine überlebensgroße Figur betritt den Raum: die Vergangenheit selbst schaut vorbei. Realität, Erinnerung und Erfindung sind endgültig duranand.

21:30

Der offene Schluss

Kein Applaus-Signal, kein Vorhang. Die Musik bleibt, die Gespräche laufen weiter. Was wahr war und was nicht, klärt sich am Tisch — oder nie.

Danach

Jeder Abend hinterlässt eine Spur

Hörstück

Mitschnitte und Erzählungen des Abends werden zu einem kurzen Audio-Feature montiert.

Ortsdossier

Die recherchierten Geschichten des Wirtshauses bleiben dokumentiert — für den Ort, den Verein, das Archiv.

Karte der Abende

Alle Spielorte werden auf einer Bayernkarte verortet — mit Anschlussmöglichkeit an die BayernHistoryApp.

Unterseite · Mitmachen

Wirtshäuser gesucht

Für die erste Spielzeit suchen wir Wirtshäuser in Bayern, die ihren Gastraum für einen Abend zur Verfügung stellen — und Lust auf ein kalkuliertes Duranand haben.

Was ein Wirtshaus mitbringen sollte

  • Ein laufender Gastbetrieb — gespielt wird im echten Abendgeschäft, nicht in geschlossener Gesellschaft.
  • Eine Wirtin oder ein Wirt, die mitspielen mögen (eine kleine Rolle ist garantiert).
  • Geschichte(n): eine Chronik, alte Fotos, Erinnerungen der Familie oder der Stammgäste.
  • Platz für rund 40 bis 80 Gäste in einem oder mehreren Räumen.

Was wir übernehmen

  • Recherche, Textfassung und Dramaturgie für den jeweiligen Ort.
  • Ensemble, Proben, Technik und Versicherung.
  • Abstimmung mit Gemeinde, Vereinen und lokalen Mitwirkenden.
  • Dokumentation als Hörstück und Ortsdossier.
Ansprechpartner
Wolfgang Hauck · Projektleitung
E-Mail
info@diekunstbaustelle.de
Web
duranand.bayern (Entwurf, Domain nicht final)
Auch gesucht
Musikantinnen und Musikanten, Erzähler, Slammer, Zeitzeugen, Heimatvereine, Chronisten — Menschen mit Geschichten aus ihrem Ort.
So geht's los
Ein Anruf oder eine kurze Nachricht genügt. Wir kommen vorbei, schauen uns den Gastraum an und besprechen alles Weitere — unverbindlich.

Kontaktdaten Entwurf — vor Veröffentlichung prüfen und ggf. Telefonnummer ergänzen.

Unterseite · Träger

Getragen von dieKunstBauStelle e. V.

dieKunstBauStelle e. V. aus Landsberg am Lech entwickelt seit Jahren partizipative Kunst-, Kultur- und Geschichtsprojekte in Bayern — analog, digital und dazwischen.

Erfahrung mit Beteiligung

Der Verein arbeitet grundsätzlich partizipativ: Menschen erzählen selbst, das Team schafft Form, Bühne und Öffentlichkeit.

Theater im Raum

Mit der Stelzentheatergruppe Die Stelzer besteht jahrzehntelange Praxis darin, unerwartete Figuren in Alltagsräume zu bringen.

Digitale Vermittlung

Mit Projekten wie der BayernHistoryApp verbindet der Verein Ortsgeschichte, Karte und Erzählung — Anschlussstellen für die Dokumentation der Wirtshausabende.

Selbstdarstellung Entwurf — Formulierungen vor Veröffentlichung mit Vereinstexten abgleichen.